KI-Schulung für Unternehmen

Die Deutsche Mitarbeiterförderung schult Beschäftigte in acht einzeln buchbaren Bausteinen über je 125 Unterrichtseinheiten. Ein Baustein kostet 1.307,50 € je Teilnehmer und dauert sechs Wochen, live online in Teilzeit. Die Maßnahme ist nach AZAV zugelassen (A240500707); für Betriebe unter 50 Beschäftigten kommen bis zu 100 Prozent Förderung der Lehrgangskosten in Betracht.

Über Art und Höhe der Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall. Den Antrag stellt der Arbeitgeber vor Kursbeginn beim Arbeitgeberservice; den Schriftverkehr führen wir.

Was eine KI-Schulung leisten muss

Die meisten Betriebe haben KI längst im Haus, ohne es geplant zu haben: Einzelne Personen benutzen ChatGPT oder Copilot, niemand weiß genau wofür, und schriftliche Regeln gibt es keine. Eine Schulung, die daran etwas ändert, deckt drei Ebenen ab.

  • Bedienung

    Ein Werkzeug öffnen, eine Aufgabe präzise formulieren, das Ergebnis weiterverwenden. Das lernt sich am schnellsten und reicht allein nicht.

  • Urteilsfähigkeit

    Einschätzen, wo ein Modell zuverlässig arbeitet und wo es frei erfindet. Ohne diese Ebene entstehen Fehler, die niemand bemerkt.

  • Anwendung im Betrieb

    Abläufe aufnehmen, automatisieren, dokumentieren und Regeln dafür aufschreiben. Das ist der Teil, der im Unternehmen bleibt.

Drei Formate, drei verschiedene Ergebnisse

Was unter „KI-Schulung" angeboten wird, reicht von kostenlosen Lernplattformen bis zu zugelassenen Maßnahmen über mehrere Monate. Die Formate unterscheiden sich weniger im Inhalt als darin, was danach im Betrieb tatsächlich anders läuft — und ob sie förderfähig sind.

FormatUmfangWas danach im Betrieb anders läuftFörderfähig nach § 82 SGB III
SelbstlernplattformLektionen statt Unterrichtsstunden, zeitlich freiÜberblick über Begriffe und Werkzeuge. Was davon hängen bleibt, hängt an der Disziplin der Teilnehmenden.Nach § 82 SGB III nicht förderfähig: asynchrone Anteile zählen nicht zu den Unterrichtsstunden.
Tages- oder HalbtagsworkshopVier bis sechzehn UnterrichtsstundenEin gemeinsamer Startpunkt im Team. Für eine Arbeitsweise, die nach drei Wochen noch benutzt wird, meist zu kurz.Nicht förderfähig, weil die Maßnahme mehr als 120 Stunden umfassen muss.
Zugelassene MaßnahmeMehr als 120 Unterrichtsstunden, bei uns 125 je BausteinEine Person im Betrieb, die KI-Anwendungen baut und betreut, mit dokumentiertem Abschluss.Förderfähig, wenn Träger und Maßnahme zugelassen sind und die übrigen Voraussetzungen vorliegen.

Die Aussage zu den asynchronen Anteilen steht in den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit, Stand 1. Januar 2026. Die Einordnung dazu steht auf unserer Seite zu den Fachlichen Weisungen.

Was eine geförderte KI-Schulung kostet

Vergleichbar wird der Markt erst über den Stundensatz je Person. Unsere Angaben stammen aus dem Maßnahmenbogen, den die fachkundige Stelle geprüft hat, und sind deshalb nicht verhandelbar: 10,46 € je Unterrichtsstunde.

Ein Baustein

1.307,50 € · 125 UE · sechs Wochen

Zwei Bausteine

2.615 € · 250 UE

Alle acht Bausteine

10.460 € · 1.000 UE

Teilnehmerzahl je Gruppe

höchstens 12 Personen

Davon trägt der Betrieb je nach Größe unterschiedlich viel. Unter 50 Beschäftigten sind bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 75 Prozent Zuschuss zum Arbeitsentgelt möglich, bei 50 bis 499 je bis zu 50 Prozent, ab 500 je bis zu 25 Prozent. Das sind Höchstsätze.

Was Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt

Artikel 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 gilt seit dem 2. Februar 2025. Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen danach Maßnahmen, um nach besten Kräften sicherzustellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Betreiber ist, wer ein KI-System in eigener Verantwortung verwendet; das trifft auch auf Betriebe zu, die lediglich ChatGPT oder Copilot im Arbeitsalltag nutzen.

Die Verordnung schreibt dafür weder eine Schulungsform noch eine Stundenzahl noch ein bestimmtes Zertifikat vor. Zu berücksichtigen sind technische Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung und der Einsatzkontext. Eine strukturierte Qualifizierung ist ein naheliegender Weg, die Maßnahmen zu belegen; verpflichtend ist sie nicht.

Häufige Fragen zur KI-Schulung

Was kostet eine KI-Schulung für Mitarbeiter?

Bei uns 1.307,50 € je Teilnehmer für einen Baustein über 125 Unterrichtseinheiten, das sind 10,46 € je Unterrichtsstunde laut Maßnahmenbogen. Bei Betrieben unter 50 Beschäftigten kommen bis zu 100 Prozent Förderung der Lehrgangskosten in Betracht. Über Art und Höhe entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Welche KI-Schulung ist nach dem Qualifizierungschancengesetz förderfähig?

Eine Maßnahme muss nach AZAV zugelassen sein, mehr als 120 Stunden umfassen und über eine kurzfristige Anpassung am Arbeitsplatz hinausgehen. Dazu kommen die weiteren Bedingungen aus § 82 Absatz 1 SGB III: bestehendes Arbeitsverhältnis, mindestens zwei Jahre seit dem Berufsabschluss und keine Förderung nach dieser Vorschrift in den letzten zwei Jahren.

Reicht ein Tagesworkshop für den Einstieg?

Für einen gemeinsamen Startpunkt im Team ja. Für eine Arbeitsweise, die nach drei Wochen noch benutzt wird, in der Regel nicht. Und für eine Förderung nach § 82 SGB III reicht er nicht, weil die Maßnahme mehr als 120 Stunden umfassen muss.

Braucht man für eine KI-Schulung Programmierkenntnisse?

Nein, in keinem der acht Bausteine. Vorausgesetzt werden sichere Grundkenntnisse am Computer. Gearbeitet wird mit Werkzeugen, in denen Abläufe zusammengeklickt werden.

Verlangt die KI-Verordnung eine Schulung?

Artikel 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen zu ergreifen, um nach besten Kräften sicherzustellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Eine bestimmte Schulungsform, Stundenzahl oder ein Zertifikat schreibt die Verordnung nicht vor.

Wie viele Mitarbeitende können gleichzeitig teilnehmen?

Höchstens 12 Teilnehmende je Gruppe laut Zulassung. Für mehrere Beschäftigte stellt der Arbeitgeber einen Sammelantrag beim Arbeitgeberservice; die Voraussetzungen werden trotzdem für jede Person einzeln geprüft.

Was unterscheidet eine KI-Schulung von einer KI-Beratung?

Eine Beratung liefert ein Ergebnis, eine Qualifizierung eine Fähigkeit, die im Betrieb bleibt. Beides wird unterschiedlich gefördert: Beratung über die BAFA-Richtlinie, Qualifizierung über § 82 SGB III. Wer ein einmaliges Projekt umsetzen will, ist mit einer Beratung schneller; wer die Arbeitsweise dauerhaft ändern will, mit einer Qualifizierung günstiger.