Prompt Engineering und KI-Grundlagen

Die meisten Beschäftigten haben ChatGPT ausprobiert und danach wieder weggelegt. Das liegt selten am Werkzeug. Es liegt daran, dass niemand erklärt hat, wie ein Sprachmodell arbeitet, warum es manchmal frei erfindet und woran man eine brauchbare Antwort erkennt.

Dieser Baustein beginnt deshalb bei der Funktionsweise und endet bei Prompts, die im Arbeitsalltag reproduzierbar funktionieren. Reproduzierbar heißt: Ein Kollege kann denselben Prompt übernehmen und bekommt dasselbe Ergebnis.

Pflichtbaustein der Maßnahme Anwendungsorientierte Digitalisierung im Unternehmenskontext. 125 Unterrichtseinheiten, 1.307,50 €, einzeln buchbar.

Was Sie danach im Betrieb übernehmen

Die Maßnahme qualifiziert für die Rolle, die im Unternehmen die KI-Anwendungen baut und betreut. Dieser Baustein deckt davon den folgenden Teil ab.

  • Prompts für wiederkehrende Aufgaben im eigenen Bereich schreiben und dokumentieren
  • Beurteilen, ob eine KI-Antwort belastbar ist oder nachgeprüft werden muss
  • Kolleginnen und Kollegen in die Werkzeuge einarbeiten

Inhalte dieses Bausteins

Laut Lehrplan: KI-Grundlagen & Prompt Engineering. Über die sechs Wochen verteilt, mit eigenen Aufgaben aus dem Betrieb der Teilnehmenden.

  • Wie ein Sprachmodell zu seiner Antwort kommt und wo seine Grenzen liegen
  • Halluzinationen erkennen, Quellen einfordern, Ergebnisse gegenprüfen
  • Aufbau eines Prompts: Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Beispiele
  • Lange Arbeitsaufträge in Schritte zerlegen
  • Eigene Dokumente und Daten als Kontext einbinden
  • Prompt-Bibliothek für das Team anlegen und pflegen
  • Unterschiede zwischen den gängigen Systemen in der Praxis
  • Diktieren statt tippen: Spracheingabe im Arbeitsalltag

Werkzeuge, mit denen gearbeitet wird

ChatGPTClaudeGeminiMicrosoft Copilot

Die Werkzeuglandschaft ändert sich schneller als ein Lehrplan. Maßgeblich ist der Lehrplantitel; welche Produkte im konkreten Durchlauf eingesetzt werden, hängt vom Stand zum Kursbeginn ab.

Der Rahmen in Zahlen

Umfang125 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
DauerSechs Wochen, brutto gerechnet mit Puffer für Feiertage und Urlaub
FormatLive online über Zoom, dazu eine Lernplattform
Teilnehmerzahlhöchstens 12 Personen
Startzum 1. eines Monats
Lehrgangskosten1.307,50 € für diesen Baustein
AbschlussTrägerzertifikat über den absolvierten Baustein
ZulassungMaßnahme A240500707, Träger A2405007

Für wen die Teilnahme gedacht ist: Alle, die bisher ohne System mit KI arbeiten. Pflichtbaustein für jeden Lehrplan, unabhängig vom gewählten Schwerpunkt.

Wie sich dieser Baustein fördern lässt

Für Beschäftigte kommt § 82 SGB III in Betracht, das Qualifizierungschancengesetz. Den Antrag stellt der Arbeitgeber beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Bei Betrieben unter 50 Beschäftigten sind bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten möglich, dazu bis zu 75 Prozent Zuschuss zum Arbeitsentgelt für die Unterrichtszeit. Mit der Betriebsgröße sinken beide Sätze.

Mit 125 Unterrichtseinheiten liegt der Baustein über den mehr als 120 Stunden, die § 82 Absatz 1 Nummer 4 SGB III verlangt. Als Stunden zählen dabei Unterrichtseinheiten von 45 Minuten. Er ist damit auch einzeln förderfähig, ohne dass die ganze Maßnahme gebucht werden muss.

Für Arbeitssuchende läuft die Finanzierung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Über Art und Höhe der Förderung entscheidet in beiden Fällen der Fördergeber im Einzelfall. Wir unterstützen Sie beim Antrag und stellen die Unterlagen zusammen.

Häufige Fragen zu diesem Baustein

Braucht man Vorkenntnisse für eine Prompt-Engineering-Schulung?

Nein. Der Baustein setzt nur sichere Grundkenntnisse am Computer voraus. Programmierkenntnisse sind an keiner Stelle nötig.

Wie lange dauert der Baustein?

125 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten über sechs Wochen. Die sechs Wochen sind brutto gerechnet, mit Puffer für Feiertage, Urlaub und die Abschlussarbeit.

Ist Prompt Engineering allein förderfähig?

Ja. Der Baustein ist als eigene Einheit der Maßnahme A240500707 zugelassen und umfasst mit 125 Unterrichtseinheiten mehr als die 120 Stunden, die § 82 Absatz 1 Nummer 4 SGB III verlangt. Über Art und Höhe der Förderung entscheidet der Fördergeber im Einzelfall.