Positionierung und Branding in sozialen Netzwerken

Wie findet ein Unternehmen seine Positionierung in sozialen Netzwerken?

Positionierung und Branding behandelt die Maßnahme „Social Media Marketing & Videographie" der Deutschen Mitarbeiterförderung mit 96 Unterrichtseinheiten: Modul 3 für Markenaufbau, Zielgruppenanalyse und psychologische Muster, Modul 6 für Markenkommunikation und Markenmanagement.

Austauschbarkeit ist das häufigste Problem

Die meisten Unternehmensprofile könnten jedem Wettbewerber gehören. Dieselben Themen, dieselben Bilder, dieselben Aussagen über Qualität und Kundennähe. Wer so auftritt, konkurriert ausschließlich über den Preis.

Positionierung heißt, eine Entscheidung zu treffen: für eine Zielgruppe, für ein Thema, für eine Haltung. Jede dieser Entscheidungen schließt etwas aus, und genau daran scheitert sie meistens.

Was im Lehrplan steht

Modul 3 behandelt Markenaufbau, Zielgruppenanalyse sowie Polarisierung und psychologische Muster mit je 16 Unterrichtseinheiten. Modul 6 setzt mit Grundlagen, Theorie und Praxis über 24 Unterrichtseinheiten auf, dazu Markenkommunikation und Markenmanagement mit 16 und praktische Branding-Übungen mit 8.

Der Teil zur Polarisierung ist mit Bedacht zu verwenden. Für einen Bildungsträger oder einen Handwerksbetrieb ist Zuspitzung selten der richtige Weg; das Werkzeug zu kennen, hilft trotzdem beim Einordnen dessen, was im Umfeld passiert.

Zielgruppenanalyse ohne Fantasie

Eine brauchbare Zielgruppenbeschreibung entsteht aus Gesprächen, Bestellungen und Anfragen, nicht aus einer Vorlage mit Alter und Hobbys. Die nützlichste Quelle sind die Fragen, die im Vertrieb und im Service tatsächlich gestellt werden.

  • Anlässe erfassen: warum jemand jetzt sucht
  • Einwände sammeln, die im Verkauf wirklich kommen
  • Entscheider und Mitentscheider unterscheiden
  • Daraus Themen ableiten statt aus dem Produktkatalog

Wo das bei uns unterrichtet wird

Social Media Marketing & Videographie, AZAV-Maßnahme A240500702, insgesamt 612 Unterrichtseinheiten. Auf dieses Thema entfallen davon 96 Unterrichtseinheiten:

ModulTitel laut LehrplanUmfangWas dort zum Thema gehört
Modul 3Positionierung im Internet48 UEMarkenaufbau, Zielgruppenanalyse, Polarisierung und psychologische Muster.
Modul 6Branding48 UEGrundlagen in Theorie und Praxis, Markenkommunikation und Markenmanagement, Branding-Workshops.

Was Sie danach selbst umsetzen

  • Eine Positionierung formulieren, die etwas ausschließt
  • Zielgruppen aus eigenen Daten und Gesprächen beschreiben
  • Markenauftritt über Kanäle hinweg konsistent halten
  • Themen aus Anlässen und Einwänden ableiten

Lehrgangskosten 6.303,60 € für die gesamte Maßnahme, 10,30 € je Unterrichtsstunde laut Maßnahmenbogen. Für Beschäftigte kommt § 82 SGB III in Betracht: bei Betrieben unter 50 Beschäftigten bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 75 Prozent Zuschuss zum Arbeitsentgelt, mit der Betriebsgröße sinkend. Für Arbeitssuchende läuft die Finanzierung über einen Bildungsgutschein. Über Art und Höhe entscheidet der Fördergeber im Einzelfall.

Häufige Fragen

Ist das für kleine Betriebe überhaupt relevant?

Gerade dort. Ein kleiner Betrieb kann sich keine Austauschbarkeit leisten, weil er den Preiskampf gegen größere Anbieter verliert.

Was bedeutet Polarisierung im Lehrplan?

Behandelt wird, wie Zuspitzung in sozialen Netzwerken wirkt und welche psychologischen Muster dahinterstehen. Ob das zum eigenen Auftritt passt, ist eine Entscheidung des Betriebs; für viele Branchen ist es der falsche Weg.

Wie verhält sich das zur Positionierung im Vertrieb?

Die Zielgruppenarbeit überschneidet sich. Wer den Schwerpunkt auf Verkaufsgespräche und Abschluss legt, findet das in der Maßnahme Fachkraft Vertrieb und Kundenkommunikation, deren Bausteine einzeln buchbar sind.